Station 28: Kreuzweg

In unserem Schulgarten gibt es einen Kreuzweg mit 15 Stationen, der im Religionsunterricht entstanden ist. Er führt über 15 Stationen von der Verurteilung Jesu zum Tod bis zu seiner Auferstehung. An den Stationen können die Kinder in der Karwoche und in der Osterzeit kleine Aufgaben erfüllen und sich somit mit der Leidensgeschichte und der Auferstehung von Jesus Christus beschäftigen.

Station 1

Jesus wird zum Tode verurteilt

Jesus, der Sohn unseres allmächtigen Gottes, beugt sich Pontius Pilatus. Dieser verurteilt ihn zum grausamen Tod am Kreuz. Der Verbrecher Barnabas erhält an seiner Stelle die Freiheit.

Während der Verurteilte gefoltert wird, wäscht Pontius Pilatus seine Hände in Unschuld. Wissend nimmt Jesus das Leid auf sich. Er kennt bereits das Ende seines Weges.

Seine Anhänger hoffen, dass Jesus leben wird. Zu guter Letzt werden sie nicht enttäuscht.

Station 2

Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

Jesus erträgt demütig den Spott. Ein purpurroter Mantel und eine schmerzende Dornenkrone unterstreichen den Hohn. Seine Peiniger spucken ihn an, sprechen ihm seine Königswürde ab und laden ihm das schwere Kreuz auf die Schultern.

Station 3

Jesus fällt zu ersten Mal unter dem Kreuz

Jesus bricht erschöpft zusammen. Die Last ist unerträglich groß.

Doch er bleibt nicht liegen. Er ist entschlossen, die endlose Traurigkeit, die ihn wie ein grauer Schleier umhüllt, zu überwinden.

Station 4

Jesus begegnet seiner Mutter

Maria steht die aufrichtige Liebe zu ihrem Sohn ins Gesicht geschrieben. Mit brennendem Herzen steht sie am Wegesrand. Es kostet sie Überwindung, dem unausweichlichen Schicksal ihres Sohnes weiterhin zu vertrauen.

Jesus wird Gottes Plan vollenden. Sie weiß, dass Gott sie nicht im Stich lässt.

Station 5

Simon von Cyrene hilft Jesus, das Kreuz zu tragen

Simon von Cyrene soll Jesus helfen, das niederdrückende Kreuz zu tragen. Er spürt in der unmittelbaren Nähe zu Jesus die Heiligkeit in seinem Herzen.

Gott braucht Menschen wie Simon, die nicht tatenlos zusehen, sondern barmherzig handeln, um Gutes in dieser Welt zu bewirken. Auch wenn es manchmal nicht so leicht ist, von vornherein zu erkennen, wo man gebraucht wird.

Station 6

Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

Mit freundlicher Güte reicht Veronika Jesus ein Tuch, um seinen Schweiß von der Stirn zu wischen.

Sie grenzt sich von der hetzerischen Meute ab und setzt mit einer kleinen Geste ein wundervolles Zeichen. Sie steht auf der Seite der Unterdrückten und damit auf derjenigen Gottes.

Station 7

Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

Ein weiteres Mal drückt das schwere Kreuz Jesus zu Boden. Wie soll sich der trübe Schatten, der ihn gefangen hält, noch einmal lichten?

Doch er gibt sich der unausweichlich scheinenden Verzweiflung nicht hin. Erneut erhebt er sich und geht weiter.

Station 8

Jesus begegnet den weinenden Frauen

Die weinenden Frauen zeigen ihr Mitgefühl für Jesus. Sie wissen nichts von der Hoffnung, die Gott für uns bereithält.

Sie können die nahende Erlösung noch nicht erkennen. Sie haben die Schlechtigkeit der Menschen fest im Blick. Sie trauern, weil Jesus seinen Peinigern schutzlos ausgeliefert ist.

Station 9

Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

Das Kreuz bricht abermals auf den erschöpften Jesus herein. Er kann es nicht mehr aus eigener Kraft bezwingen.

Behutsam hilft Gott Jesus, aufzustehen und geduldig die Schmerzen des Kreuzweges zu ertragen.

Station 10

Jesus wird seiner Kleider beraubt

Auf der Schädelhöhe, Golgota, angekommen, würfeln sie um Jesu Kleider.

Beschämt steht er nackt und entblößt da, wartend auf die letzte Gerechtigkeit, die ihm Gott zuteilwerden lässt.

Station 11

Jesus wird ans Kreuz genagelt

Die Nägel bohren sich in sein Fleisch. Sie wollen nicht glauben, dass Jesus der König und unser Retter ist.

Aber die Zeit ist noch nicht gekommen. Er weigert sich standhaft, vom Kreuz zu steigen, aus liebevoller Gnade, die er sogar für die Menschen übrig hat, die ihn verspotten.

Station 12

Jesus stirbt am Kreuz

Die Welt verfinstert sich. Sie geben Jesus Essig zu trinken. Großherzig vergibt er dem Verbrecher, der in seiner Todesstunde den Glauben an Gott findet.

Aber Jesus selbst fühlt sich von Gott verlassen, weil mit seinem Sterben alles Böse mit in den Tod gerissen wird. Das geschieht, um den Menschen das Schlechte, das ihre Herzen vergiftet, immer wieder aufs Neue vergeben zu können.

Jesus nimmt das Los auf sich, damit wir unmittelbar in der Nähe Gottes sein können.

In der anhaltenden Dunkelheit stirbt er, bringt es zur Vollendung. Sogar der römische Hauptmann erkennt nun in Jesus Gottes Sohn.

Station 13

Jesus wird vom Kreuz genommen

Tot liegt Jesus in den Armen seiner Mutter Maria. Unveränderlich liebt sie den Menschen Jesus, den sie einst zur Welt bringen durfte. Sie vergießt ihre mütterliche Tränen.

Doch in ihrem Hinterkopf lodert das Feuer der Hoffnung, das ihr das Göttliche in Jesus verheißt.

Station 14

Der Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt

In Treue und Weisheit lässt Josef von Arimathäa Jesu Leichnam in sein Grab bringen. Dort wird er zur letzten Ruhe gebettet.

Ungläubig nehmen seine Anhänger seinen Tod zur Kenntnis. Ihre Traurigkeit überschattet die Gewissheit ihres Herzens, dass dies nicht das endgültige Ende ihres Herrn und Meisters sein kann.

Station 15

Jesus ist auferstanden

Die beiden Frauen entdecken das leere Grab. Nur das Leintuch, in das Jesu Leichnam gehüllt war, finden sie dort. Wenig später begegnet ihnen der Auferstandene, der Messias.

Es ist Jesus und er lebt!

Das Leben ist stärker als der Tod. Gottes Liebe zu uns Menschen ist stärker als der Hass, den wir so oft verbreiten. Der König der Herzen, wie Jesus auch genannt wird, strahlt wie die aufgehende Sonne.

Seine Macht schenkt uns Vergebung, Erlösung, Errettung und Heil. In seiner Liebe dürfen wir leben, denn die Zeit ist erfüllt. Unsere Herzen sind reingewaschen für seine langmütige und vollkommene Liebe.

Am Fuß der Auferstehungsstation haben wir diese bunten Steine abgelegt. Sie sind für Luca, unseren verstorbenen Mitschüler. Hier können wir an ihn denken und hier sind wir ihm ganz nah.

Wir bedanken uns bei Frau Karin Waldl und dem Papierfresserchen Verlag für die freundliche Unterstützung und den fachlichen Austausch.

Hier kannst du die Station 28 als PDF herunterladen: Station 28 Kreuzweg